Lukas Bunzel feiert seinen ersten Titel als Deutscher Meister im Berglauf

Bayern (10.6.2017). Eintracht Hildesheim hat einen Deutschen Meister in den Reihen. Wir gratulieren Lukas Bunzel ganz herzlich zu seinem Titelgewinn. Der 17-Jährige wurde in Bayerisch Eisenstein Deutscher Meister im Berglauf in der Altersklasse U 20. Rechtzeitig zum Start der deutschen Meisterschaft zeigte der Wettergott ein Einsehen und schloss seine Pforten. Noch in der Nacht zum Samstag waren heftige Regenfälle über den Bayerischen Wald niedergegangen, die eine Änderung der Streckenführung notwendig machten. So wurde die 12,4 km lange Strecke auf 13,8 km erweitert. Dies wurde erst zwei Stunden vor dem Startschuss um 10 Uhr bekannt gegeben. Die insgesamt 346 Finisher mussten den Großen Arber mit 887 Höhenmeter bezwingen.

Zum Rennverlauf: Lukas konnte sich am Ende gegen die Favoriten Julius Hild und Marius Abele (beide SSC Hanau-Rodenbach) durchsetzen. Anfangs hielt er sich an Marius Abele bis Kilometer 2, welche von steinigen, rutschigen sowie wurzeligen Bergaufpassagen geprägt waren. Dort konnte er an Abstand gewinnen und hängte sich bis Kilometer 13 dicht an Julius Hilds Fersen. Hild hatte zuvor immer einen Vorsprung von 15 bis 20 Metern. Hild ist mehrmaliger Deutscher Meister über 2000 Meter Hindernis, Cross und Mannschaft im Berglauf. Lukas folgte ihm bis an die letzten 800 Meter vor dem Ziel, wo die steilsten Stellen, gekennzeichnet von hohen Stufen und kleinerem Geröll, auf die Läufer warteten. Dort setzte er seine Attacke. Er fühlte: "Gold ist machbar, wenn ich jetzt alles gebe!" Lukas gab alles und gewann in einer Zeit von 1:03:36 seinen ersten Titel eines Deutschen Meisters.

Der Berglauf-Bundestrainer Kurt König, der auf den letzten 200 Metern die Läufer und Läuferinnen anfeuerte, fand Bunzels Leistung „sensationell“. Er überlegt nun, ihn im Anschluss an die U 18-WM in Italien (Ende Juni) auch für die U20-Berglauf-EM in Slowenien am 8./9.Juli zu nominieren.

Lukas wurde in Bayern vier Tage lang von seinem Vater Matthias begleitet. Der Vater lief sogar selber mit und bezwang den Großen Arber in 1:37:58. Damit wurde er Achter im offenen Lauf der M 50. (wgk)

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