Deutsche Meisterschaften der U18 und U20 in Ulm

Ulm (26.- 28.7.2019). Für zwei unserer Leichtathletik-Asse, Finn-Jona Loddoch und Enes-Maurice Köse, sind die dreitägigen Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm erfolgreich zu Ende gegangen. Im Rennen der Altersklasse U 18 über 2000m Hindernis belegte Loddoch den fünften Platz. Der 16-Jährige Köse erkämpfte sich im 800-m-Finale einen ausgezeichneten sechsten Rang. „Wir haben erreicht, was wir uns erhofft hatten“, waren sich die Athleten mit ihrem Trainer Heiko Wilcke einig.

Für den mehrfachen Landesmeister Finn-Jona Loddoch war es besonders nervig, weil sich der Start zum Hindernisrennen wegen eines Gewitters am Sonnabend um satte 90 Minuten auf 21.20 Uhr verschob. „Man döst im Hotel und hat nichts zu tun, denkt aber immer wieder an den Lauf“, blickte er zurück. Im Flutlicht-Rennen selbst war er dann aber hellwach und als Fünfter in persönlicher Bestzeit von 6:15,94 Minuten im Ziel. Einen begeisternden Lauf lieferte der Sieger Max Grabosch (SSC Hanau-Rodenbach) ab, der sich schnell vom Feld absetzte und souverän in 6:03,75 gewann. Für Grabosch war es in Ulm der zweite Titel, nachdem er bereits am Freitag die 3000 Meter gewonnen hatte.

 

 Wie Finn Loddoch, präsentierte sich auch Enes-Maurice Köse in Bestform. Bei seinem Vorlaufsieg strahlte der lange Hildesheimer großes Selbstbewusstsein aus. Gemessen an der großen Leistungsdichte über 800m, hatte Köse sein Ziel, sich für das Finale zu qualifizieren, damit schon erreicht. Nach der ersten Runde im Endlauf lag er noch auf Rang vier. Als eingangs der Schlusskurve wie üblich die Ellenbogen ausgefahren wurden, kam Köse leicht ins Straucheln, fing sich aber. Eng zusammen liegend, sprintete das Feld ins Ziel. Nach 1:57,88 Minuten freute sichn Enes Köse über den sechsten Rang. „Ich bin höchst zufrieden“, äußerte er sich. 2020 kann er in der U 18 noch einmal angreifen. Trainer und Athlet analysierten dessen taktisches Verhalten in der Schlussphase des Rennens anhand von Videoaufnahmen. Neuer Meister wurde Nil Oheim (Hallesche Leichtathletik-Freunde) in 1:56,50.

 

Zu den 50 Teilnehmern am 100-m-Sprint der U 18 gehörte auch Joel Ahrens. Als Zweiter seines Vorlaufes wurde er nach 11,01 Sekunden gestoppt. Im Halbfinale stoppte ihn ein Kampfrichter, der den Diekholzener zusammen mit dem Berliner James Adebola wegen Fehlstarts disqualifizierte. Über 200m wurde Joel Ahrens gestern 15. in persönlicher Bestzeit von 22,41 Sekunden. Der Sieger Florian Knerlein (Stadtwerke München) lief 21,53 und holte sich damit nach seinem 100-m-Erfolg am Sonnabend in Ulm seinen zweiten Titel.

 

Ihre guten Leistungen der letzten Wochen konnte Anne Petersen über 800m der U 18 nicht abrufen. „Ich war wie gelähmt“, zeigte sie sich als Letzte ihres Vorlaufes in 2:22,64 enttäuscht. Ein Opfer der großen Hitze - im Stadion herrschten am ersten Tag 35 Grad – wurde Liv Hoffmann im Rennen über 3000 Meter. Sie wirkte benommen, als sie nach 11:12,48 Minuten als 17. ins Ziel lief. Ihre Bestzeit ist über eine Minute besser. Die Siegerin Anneke Vortmeier (ASV Duisburg) absolvierte die Distanz in 10:07,16. wgk